Schweizer Armee
Aufklärungsbatallion 4
Panzerjägerkompanie 4/2
 
       
 

Impressionen ADF 2008 - Genève (GE)

Impressionen des ADF der Panzerjägerkompanie 4/2 in Genève (GE).

AV in Villeneuve (VD)        
   
   

Der diesjährige ADF (für ältere AdA noch als WK bekannt) begann für die ganze Kompanie in Villeneuve am wunderschönen Genfersee. Nach dem KVK- und den damit verbundenen intensiven Vorbereitungen des Kaders für die Ausbildung der Truppe, rückten am Montagmorgen 21. Juli 2008 mehr als 350 AdA in Villeneuve ein und nutzten den ersten Tag zum Auffrischen alter Bekanntschaften und dem üblichen Einrichten der Unterkunft.

Nach dem Erstellen der persönlichen Einsatzfähigkeit startete die gesamte Panzerjägerkompanie am Dienstag mit der einsatzbezogenen Ausbildung für AMBA CENTRO. Der kurze Aufenthalt in Villeneuve, einquartiert war die Mehrheit der Truppe im Centre des Paquays, war gezeichnet von strahlendem Wetter, ergänzt durch einen kurzen Regenguss und einer tollen Landschaft. Zudem konnte man die Gelegenheit nutzen, im nahe liegenden Schloss Schllon einiges über die Schwiezer Geschichte und den lokalen Weinbau zu erfahren, zwei wesentliche Details zur Erhöhung der Verteidigungs- und damit der Einsatzbereitschaft der Truppe.

 
ABC Ausbildung        
   
Ein wesentlicher Baustein der EBA für AMBA CENTRO ist die Wiederauffrischung der ABC-Ausbildung, muss doch damit gerechnet werden, dass bei Demonstration ggf. chemische Kampfstoffe eingesetzt werden. Hierbei wurde die Truppe im Rahmen einer straff geführten Theorie über die Schutzwirkung der Schutzmastke 90 aufgeklärt und anschliessend ein ausführlicher Parkdienst der Schutzmaske durchgeführt. Im praktischen Test mittels "Bananengas" wurde den AdA aufgezeigt, wie gut die Schutzmaske funktioniert und somit dsa Vertrauen in die eigene Ausrüstung gezielt erhöht.
 
Schiessausbildung        
   
Als letztes Verteidigungsmittel dient der Einsatz der Schusswaffe. Hierfür galt es die Handhabung der persönlichen Waffe vor dem Einsatz zu repetieren und ein eigens dafür entwickeltes Schiessprogramm zu absolvieren. Nach einer umfassenden Einführung in die theoretischen Grundlagen (Sicherheitsvorschriften) übte die Truppe die wesentlichen Manipulationen am Stgw 90, wie gewohnt mit intensivem Drill. Damit waren alle für die Schiessübungen vorbereitet und unter der harten Hand der Unteroffiziere konnten nun alle AdA ihre 70 Schuss Munition bei den Übungen im Wachschiessen nutzenstiftend einsetzen. Zum Abschluss galt es für alle einen präzise auf den Einsatz abgestimmten Schiesstext zu absolvieren. Wie von der Panzerjägerkompanei nicht anders gewohnt, erfüllten alle mit Bravour und waren somit für alle Gefahren des Einsatzes AMBA CENTRO bestens gerüstet.
 
Einsatz AMBA CENTRO        
   

Der diesjährige Einsatz AMBA CENTRO begann für die Pzj Kp 4/2 am 24. Juli 2008 mit der Übernahme der Einsatzzentrale und der Wache an den einzelnen Standorten um 0600. Um die Übernahme optimal vorzubereiten, besuchte das Kader des dafür verantwortlichen Zuges 1 (nachfolgend AMBOSS genannt) die welsche Vorgängerkompanie bereits am Vortag. Nach dem Eintreffen des Zuges AMBOSS um 0400 wurde gezielt das notwendige Wissen zur Handlungsfähigkeit in der Handlungszentrale von den verantwortlichen Vorgängern (Chef Einsatzzentrale, Chef Mun, Chef Mat, Chef V+T) erworben und die Truppe entsprechend instruiert.

Der erste Einsatztag war demnach gekennzeichnet von den zahlreichen neuen Erfahrungen, welche die Truppe an den einzelnen Wachstandorten machten und dem Einrichten der Einsatzzentrale, zur Optimierung der internen Abläufe. Das erworbene Wissen wurde nach dem ersten Tag den anderen Einsatzzügen (Zug 2: BIVIO, Zug 3: CANALE) weitergegeben, sodass nun die gesamte Kompanie auf demselben Wissensstand war. Somit konnte der eigentliche Dienstbetrieb nun beginnen und die 24h Überwachung auf den einzelnen Posten nahm ihren Lauf. Als Erholungsmöglichkeit für die AdA, welche nicht gerade einen Posten innehatten stellte die Einsatzzentrale nicht nur einen TV-Raum sowie zahlreiche Tische für die in der Schweiz beliebte Kartenspiele zur Verfügung, sondern war eigens mit einem gemütlichen Stand (Codewort FLORIDA BEACH) ausgestattet. Neben einer bereits vorhandenen Grillgelegenheit haben die Unteroffiziere des Zuges AMBOSS zudem eine offizielle Badegelegenheit geschaffen, so dass nun der Wellnessfaktor von FLORIDA BEACH massiv anstieg und dementsprechend auch rege genutzt wurde. Natürlich mit einem positiven Faktor auf die bereits gute Stimmung in der Truppe. Anscheinend hat sich dies auch auf den Einsatz übertragen, wurde die Kompanie doch bei zwei Inspektionen von Seite der Genfer Polizei als sehr gut ausgezeichnet, ein Prädikat, welches nicht allzu oft verteilt wird. Selbstverständlich wurde dieses Niveau über den ganzen ADF (oder eben WK) gehalten, so dass am Morgen des 7. Augusts die Einsatzzentrale und die einzelnen Wachposten an die nachfolgende Kompanie übergeben werden konnte. Die gesamten zwei Wochen waren insgesamt eher ruhig, der einzig nennenswerte Vorfall war am 1. August ein "Feuerwerksangriff" auf einen Wachposten, ansonsten konnten sich die Soldaten intensiv der Beobachtung des Verkehrs auf dem See oder der Öffentlichkeit in den Strassen von Genf widmen und so den Auftrag des Parlamentes sicherstellen.